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Bildschirmzeit ist nicht gleich Bildschirmzeit: gute Spiele und digitale «Junkfood»-Spiele

· dad@makerplay.ai

Ein Mädchen zeichnet an einer Kücheninsel ein Labyrinth, gegenüber liegen Snacks und ein Handy als Spielautomat

Als Eltern kennst du das wahrscheinlich: Dein Kind klebt am Bildschirm, und du weißt nicht genau, ob das gerade in Ordnung ist oder Anlass zur Sorge gibt. „Videospiele“ werden als eine Kategorie behandelt. Das ist etwa so, als würde man alle „Lebensmittel“ gleich behandeln. Ein selbst gekochtes Essen und eine Tüte Chips sind beides Lebensmittel. Sie sind nicht dasselbe.

Bei Spielen ist es ähnlich. Manche fordern Kinder heraus, vermitteln etwas und hinterlassen Zufriedenheit, wenn der Controller weggelegt wird. Andere sollen sie fast ausschließlich weiterspielen lassen — nicht weil das Spiel gut ist, sondern weil es schwer aufzuhören ist. Den Unterschied erkennen zu lernen, gehört zu den nützlichsten Dingen, die Eltern tun können.

Das «Junkfood»-Ende des Spektrums

Sehr viele Spiele auf Roblox und in mobilen App-Stores gehören hierher. Nicht alle sind schlecht: Roblox ist eine Plattform, und manche Angebote sind wirklich kreativ. Doch viele beliebte Titel folgen demselben Muster:

Diese Spiele werden von Menschen entwickelt, die Psychologie sehr gut verstehen. Sie nutzen unvorhersehbare Belohnungen, die stärker binden als regelmäßige Auszahlungen, künstliche Knappheit („Angebot endet in zehn Minuten!“) und sozialen Druck, eine tägliche Serie fortzusetzen, sodass Aufhören wie Verlust wirkt. Kindern fehlt nicht die Willenskraft, wenn sie schwer davon loskommen: Erwachsene haben diese Spiele ausdrücklich so gebaut. Daran sollte man beim nächsten Streit ums Abendessen denken.

Das hochwertige Ende: Zelda und ähnliche Spiele

Am anderen Ende stehen Spiele wie The Legend of Zelda. Sie verlangen Können bei der Entwicklung und beim Spielen. Sie bieten:

Wenn ein Kind so ein Spiel beendet, empfindet es meist Erfolg statt eines diffusen Drangs, es ohne Grund erneut zu öffnen. Das ähnelt eher dem Abschluss eines guten Buchs oder Puzzles als dem Scrollen durch einen Feed.

Die gesunde Mitte: Spiele wie Mario Kart

Nicht jedes gute Spiel muss ein Epos sein. Viele liegen in einer guten Mitte: unterhaltsam, auf Können aufgebaut, gemeinschaftlich und begrenzt — ohne Belohnungstricks, die Kinder länger halten sollen, als es Spaß macht. Mario Kart ist ein Beispiel, ebenso gute lokale Mehrspielerspiele, Sportspiele und Rätselspiele. Man spielt eine Runde, hat Spaß, sie endet und alle machen etwas anderes. Wettbewerb und Können sind vorhanden, ohne eine künstliche Zwangsschleife darunter.

Das neuere Problem: Handyspiele, die nur aus der Schleife bestehen

Mobile Spiele verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil es in den letzten Jahren schlimmer geworden ist. Ein großer Teil kostenloser Handyspiele sind heute Möglichkeiten, Werbung zu zeigen und Dinge zu verkaufen, als Spiel verkleidet: Drei-gewinnt-Rätsel, „Idle“-Spiele mit drängelnden Benachrichtigungen oder Spiele, bei denen man für eine Zufallschance auf eine seltene Figur bezahlt. Bei diesem „Gacha-Zug“, benannt nach japanischen Spielzeugautomaten, erfährt man erst nach dem Bezahlen, was man erhält. Das hat kaum noch mit Spielen zu tun. Es geht um Aufmerksamkeit und Ausgaben, gerichtet an ein Gehirn — besonders das eines Kindes —, das solchen Reizen erst zu widerstehen lernt.

Wo Makerplay hineinpasst

Auch deshalb habe ich Makerplay gebaut. Statt Spiele nur zu konsumieren, entwerfen Kinder von 8 bis 16 Jahren eigene Browserspiele, begleitet von den KI-Coaches Luna und Willy, die ihnen beim Durchdenken ihrer Ideen helfen. Einige Unterschiede zum «Junkfood»-Ende:

Das Ziel ist nicht, Zelda Konkurrenz zu machen. Es ist eine Möglichkeit, Bildschirmzeit mit eigenem Gestalten zu verbringen, in einem Raum ohne die manipulativen Mechanismen, die so viel auf Roblox und im mobilen Spielen prägen.

Ihr möchtet gemeinsam ein Spiel bauen? Unsere Aktivität für kreative Bildschirmzeit beginnt mit einer Figur, einer veränderbaren Regel und einer spielbaren Demo.

Eine einfache Prüfung für das nächste Wunschspiel

Wenn dein Kind ein neues Spiel möchte, helfen ein paar Fragen:

  1. Hat es ein Ende? Gute Spiele vermitteln Fortschritt oder Abschluss. Junk-Schleifen sollen niemals wirklich enden.
  2. Zählt es, besser zu werden? Wenn Können keinen Einfluss auf Fortschritt hat, ist das ein Warnsignal.
  3. Gibt es eine Geschichte oder Welt, oder nur eine Schleife? Tiefe gegenüber Wiederholung ist ein guter Qualitätsindikator.
  4. Wie verdient es Geld? Ständige Werbung und Druck zum Währungskauf deuten auf ein Geschäftsmodell rund um Aufmerksamkeit statt Spielspaß.
  5. Wie fühlt sich das Kind danach? Zufrieden und fertig, oder unruhig und bereit, es gleich wieder zu öffnen?

Das bedeutet nicht, Roblox oder Handyspiele pauschal zu verbieten — beide bieten auch gute Erfahrungen. Doch „Bildschirmzeit“ in einen einzigen Topf zu werfen, verfehlt den Punkt. Die eigentliche Frage ist nicht, wie lange gespielt wurde, sondern was das Spiel in dieser Zeit mit dem Kind bewirken sollte.

dad@makerplay.ai

Entwickle ein Spiel, das du spielen kannst

Kinder beschreiben ihre Idee auf einem visuellen Board. KI hilft ihnen, daraus ein Spiel zu machen, das sie ausprobieren und verbessern können.

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